Unterrichtsmodelle

Rahmenbedingungen

Die Modelle der Konfirmandenarbeit sind vielfältig. Der zeitliche Rahmen ist durch das Kirchengesetz über die Konfirmandenarbeit vorgegeben. Die Konfirmandenzeit soll mindestens 12 Monate umfassen, um den Dimensionen der Gruppenbildung und Lebenssbegleitung an­gemessen gerecht werden zu können. Siebzig Zeitstunden sind vorzusehen. In der Landeskirche besteht weiterhin Übereinstimmung darüber, dass die Jugendlichen bei ihrer Kon­firma­tion vierzehn Jahre alt sein sollen.

Konfirmandenarbeitsmodelle

Bei der Planung sind sowohl der schulische Alltag der Konfirmandinnen und Konfirmanden als auch die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen in den Blick zu nehmen.

  • regelmäßige wöchentliche oder vierzehntägliche Konfirmandenarbeitseinheiten,
  • Konfirmandenseminare, Konfirmandencamps,
  • Kooperationsprojekte mit Schulen, Gemeindepraktika und Exkursionen.

Es empfehlen sich Mischformen sowie die Beteiligung von Ehrenamtlichen. Handlungs- und erlebnisorientierte Arbeitsformen haben eine große Nachhaltigkeit, deshalb dürfen Praktika, Freizeiten, Seminare, soziale Projekte oder Konfirmandentage nicht fehlen.

Kinder und Jugendliche sind je nach Lebensalter unterschiedlich interessiert und ansprechbar für Erfahrungen mit dem Glauben und für Fragen nach dessen Bedeutung im Leben. Viele Gemeinden entscheiden sich daher für eine zweiphasige Konfirmandenarbeit mit einem Beginn im Grundschulalter und einem Abschluss im Jugendalter (Hoyaer Modell). Dieses Modell spricht Kinder und Jugendliche in verschiedenen Stadien ihrer Entwicklung an. In der Regel übernehmen in der ersten Phase Eltern unterrichtliche Aufgaben. Dies wirkt sich erfahrungsgemäß aktivierend auf das gesamte Gemeindeleben aus. Es ist dabei wichtig, ansprechende Angebote für die Kinder auch während der Zeit zwischen den beiden Unterrichtsphasen bereit zu halten. 

Regionale und überregionale Zusammenarbeit

Ort der Konfirmandenarbeit ist in der Regel das Gemeindehaus. Auch der Kirchenraum ist ein Ort der Konfirmandenarbeit, nicht nur am Sonntagvormittag. Im Rahmen von Praktika und anderen Aktionen kommt die gesamte Kirchengemeinde in den Blick. Bei Freizeiten und Exkursionen erweitert sich der Blick noch darüber hinaus.

Weiterhin sind Kooperationen mit Schulen, diakonischen und kirchlichen Einrichtungen, Vereinen und Verbänden zu begrüßen. Die Gemeindearbeit und die Konfirmandenarbeit können sich auf diese Weise gut miteinander verschränken.

Konfirmandenarbeit eröffnet vielfältige Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit mit benachbarten Kirchengemeinden.